|
BILDUNGSWESEN IN KUBA
Zahlen, die für sich sprechen
Yenia Silva Correa
WENN man sich
in Kuba fragen würde, wie viel das dafür ausgibt,
den Zugang der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen
zum Bildungssystem und die Permanenz in ihm zu
gewährleisten, wäre die Antwort sehr einfach:
Millionen.
In Kuba ist das
Recht auf Bildung universell und kostenlos für alle
Bürger. Die Summen, die für das Lehrjahr 2011-2012
aufgewendet werden, verdeutlichen den politischen
Willen des revolutionären Staates, der dieses Recht
geltend macht.
Allein in
Studienmaterial wurden 5,8 Millionen Dollar
investiert. 205.000 Dollar wurden für den Erwerb von
Erdkugeln aufgebracht. Der Kauf von 20
Sprachlaboratorien kostete 342.000 und die
Labormodule für Physik, Chemie und Biologie für die
Sekundarstufe kosteten jeweils 23.200 Dollar.
Auch die
Anschaffung von 43 Millionen Heften, 17 Millionen
Lehrbüchern und Arbeitsheften und über 3,8 Millionen
Schuluniformen kostete das Land einen
Millionenbetrag.
Außer den
materiellen Ressourcen gilt die Aufmerksamkeit der
Unterrichtsqualität, der Zahl der Lehrer und ihrer
Ausbildung. Im laufenden Schuljahr haben 79 % der
Lehrer einen Hochschulabschluss und es gibt 43.700
Studierende an den Universitäten der Pädagogischen
Wissenschaften (UCP).
Diese
Indikatoren sind noch nicht ausreichend, weshalb
übergangsmäßig ein zweijähriger Kurs der
Lehrerausbildung an den UCP eingeführt wurde, den
Absolventen der Sekundarstufe besuchen.
Es sind noch
viele wichtige Probleme zu lösen, wie zum Beispiel,
die Zahl der Schüler in den Gruppen der
Sekundarstufe auf 30 Schüler zu senken, um die
differenzierte Betreuung jedes einzelnen zu
garantieren, die Studenten für die pädagogischen
Studienrichtungen zu begeistern und darauf zu
lenken, und das Vorurteil in vielen Familien
gegenüber technischer Berufe und den Handwerken
abzubauen.
Die mehr als
260.000 Lehrer und Dozenten, über die das kubanische
Bildungswesen verfügt, sind bestrebt, die Qualität
des Lehr- und Erziehungsprozesses zu erhöhen, das
Etat, über das der Sektor verfügt, angemessen zu
nutzen und Verbrauchsmaterial zu sparen.
Dies ist der
Weg, um die erreichten Kennziffern im Bildungswesen
beizubehalten, das, obwohl es dem Land viel kostet,
nicht auf die Taschen der Bürger geht.
|