Havanna, 1. März (PL) - Der Führer der
kubanischen Revolution, Fidel Castro, rief heute
dazu auf, die Auswirkungen der Atomwaffen auf die
menschliche Gattung publik zu machen. Dies geschah
während eines Treffens mit den 700 Aktivisten des
Kreuzfahrtschiffes für den Frieden, das zu Besuch in
Havanna weilt.
Fidel
sprach mit einem Überlebenden der Atombomben, die
auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki
abgeworfen wurden, und mit einem Zeugen des Unfalls
im Atomkraftwerk von Fukushima infolge des Erdbebens
und Tsunami im März 2011.
Fidel Castro drang darauf, die Auswirkungen der
Atombomben sowie der von den USA im Pazifik
durchgeführten Atomtests viel mehr bekannt zu
machen.
Ebenso kritisierte er die Anwendung von
Atomwaffen und die gegenwärtige Existenz von etwa
22.000 Atomwaffen weltweit. Auf dem Treffen wurde
auch über die kubanischen Erfahrungen des im Osten
Havannas gelegenen Internationalen Medizinischen
Zentrums Tarará informiert, wo in 21 Jahren mehr als
26.000 Opfer der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl,
die meisten von ihnen Kinder, behandelt worden sind.
Das Kreuzfahrtschiff für den Frieden der
internationalen Friedensorganisation Peace Boat, mit
Sitz in Japan, legte am Donnerstag in Kuba an und
begibt sich am Freitag auf seine Reise nach Europa.
Dies ist der 15. Besuch, den er unserem Land seit
1990 abstattet, trotz des von den USA ausgeübten
Drucks, damit das Schiff die kubanischen Küsten
nicht anläuft.
Nach Worten des Generaldirektors dieser
Nichtregierungsorganisation, Yoshioka Tatsuya,
entspricht ihr Aufenthalt in Kuba ihrer
Stellungnahme gegen die Blockade, die Washington
Kuba auferlegt.