Die Präsidentin Brasiliens, Dilma Rousseff, ehrte
am zweiten Tag ihres offiziellen Besuchs in Kuba den
Nationalhelden José Martí. Die Staatschefin legte am
Fuße des Denkmals auf dem Platz der Revolution der
Hauptstadt ein Blumengebinde nieder. Sie wurde von
dem kubanischen Vizeminister für Auswärtige
Beziehungen, Rogelio Sierra, begleitet.
Der Presse gegenüber betonte sie, dass die
Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen,
insbesondere im wirtschaftlichen, "die beste Form
ist, die Brasilien hat, um die Kuba von den USA
auferlegte Blockade zu bekämpfen".
Sie lehnte jene Politik ab, die „keine Nutzen
bringt", und erklärte, dass ihre Regierung sich
verpflichtet habe, den Prozess der wirtschaftlichen
Aktualisierung, den Kuba durchführt, zu unterstützen.
Rousseff hob hervor, dass Brasilien „über mehrere
Finanzierungsprogramme, einschließlich für
technische Ausrüstungen für die
Nahrungsmittelproduktion", an verschiedenen
Initiativen der Insel teilnimmt.
Die Staatschefin des südamerikanischen Riesens
erwähnte auch den Beitrag Brasiliens zum Bau des
Hafens von Mariel, westlich der Hauptstadt, eine
Zusammenarbeit, die sie als strategisch bezeichnete.
Sie sprach von diesem Projekt als einem
notwendigen Logistiksystem für den kubanischen
Warenexport, das zur Entwicklung der nationalen
Wirtschaft beitragen werde; und nannte diese
Aktionen Teil der von ihrem Land entworfene Politik
der Zusammenarbeit, um „den Entwicklungsprozessen
Kubas zu helfen".
Ihre Pflicht als Präsidentin sei es, diese
Position zu vertreten, die „die wachsende und
anerkannte wirtschaftliche Stärke Brasiliens zeigt
und fördert".
DIE WELT MUSS SICH ENGAGIEREN
Rousseff legte Nachdruck auf die Verpflichtung
gegenüber der lateinamerikanischen und karibischen
Region, wo es, mehr als in anderen Teilen der Welt,
unentbehrlich sei, eine Politik der Zusammenarbeit
zu führen, die den gemeinsamen Interessen entspreche.
In diesem Sinne bezeichnete sie die Gemeinschaft
Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten (CELAC)
als „einen der wichtigsten Räume der Region". Zum
Thema der Menschenrechte befragt, erklärte Rousseff,
dass sie die Angelegenheit von einer „multilateralen
Perspektive" aus betrachte. Auf jeden Fall „werden
wir beginnen, über Menschenrechte in Brasilien zu
reden, werden wir über Menschenrechte in den
Vereinigten Staaten reden, bezüglich Guantánamo (das
Gefangenenlager im illegale Militärstützpunkt), wir
werden beginnen, über Menschenrechte an allen Orten
zu reden", äußerte sie.
Sie sprach davon, dass die Welt sich allgemein
engagieren müsse. Man könne nicht die Menschenrechte
zu einer politischen Kampfwaffe machen, die Welt
müsse sich bewusst werden, dass alle Länder ihre
Verantwortung übernehmen müssen.
Der erste offizielle Besuch von Dilma Rousseff in
Kuba ist ein weiteres Beispiel der brüderlichen
Beziehung zwischen unseren beiden Ländern. Er
bestätigte die Fortschritte in der Zusammenarbeit im
Kontext der Vertiefung der lateinamerikanischen und
karibischen Integration.