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1,44 Tonnen Rauschgift stellte
Kuba in den ersten
Monaten
des Jahres 2012 sicher
HaVaNna,
26. Juni . — Die kubanischen Behörden
beschlagnahmten in den ersten fünf Monaten des
laufenden Jahres 1,44 Tonnen Rauschgift. In der
Mehrzahl der Fälle handele es sich um Pakete, die im
Meer schwammen, informierte heute der Chef der
Antidrogen-Nationalleitung, Oberst Domingo Ibáñez.
Nach Worten des hohen Offiziers des Ministeriums des
Innern entfällt der größte Teil der abgefangenen
Drogen auf Marihuana. Die Pakete tauchen an den
Küsten der Insel auf, nachdem sie von den
Rauschgifthändlern in das Karibische Meer geworfen
werden, um Kontrollen zu entgehen, sie aber zu
späterem Zeitpunkt wieder einzusammeln.
Von der Gesamtmenge der beschlagnahmten Drogen
entfallen 1,41 Tonnen auf diese angeschwemmten
Pakete. An den Grenzpunkten auf den Flughäfen wurden
24 Versuche des Rauschgiftschmuggels vereitelt, bei
denen es sich vor allem um Kokain gehandelt habe,
sagte der Oberst gegenüber Prensa Latina auf einem
Treffen mit Journalisten im Justizministerium
anlässlich des Welttages gegen Drogen.
Im Jahr 2011 beschlagnahmte Kuba 9,1 Tonnen
Rauschgift und vereitelte 22 Aktionen des
Rauschgifthandels auf seinen Flughäfen, wo die
kubanischen Zollorgane mit modernen Ausrüstungen
vorgehen, erinnerte der Beamte.
Gemäß Ibáñez wurden im Landesinneren in den letzten
17 Monaten weniger als 103 Kilogramm Drogen
aufgespürt, was seiner Meinung nach die Wirksamkeit
der im Land existierenden Kontrollen unter Beweis
stellt.
„Hier funktioniert ein Anti-Drogen-System des
Ministeriums des Innern und es besteht ein hoher
Grad der Zusammenarbeit zwischen den staatlichen
Einrichtungen. Dieses Szenarium widerspiegelt den
politischen Willen unserer Regierung, die Geißel des
Rauschgifthandels zu bekämpfen“, stellte er fest.
Für den Oberst der Anti-Drogen-Einheit ist auch die
Rolle der Bevölkerung hervorzuheben, die Drogen
ablehnt und sich durch ihre Beteiligung im Kampf
gegen sie auszeichnet.
Beim Abfangen der angeschwemmten Drogenpakete wirken
auf der Insel die so genannten „Sonderkommandos mit
Blick aufs Meer“ mit, zu der Bürger aller
Altersgruppen gehören, die tagtäglich an den Küsten
die Annäherung von Paketen mit Rauschgift
beobachten.
Während des Dialogs mit Vertretern der in Kuba
akkreditierten ausländischen Presse kommentierte
Ibáñez die steigende Tendenz der gefassten
Schmuggelversuche an den Grenzpunkten der Flughäfen,
mit Drogen, die für den Binnenmarkt bestimmt sind.
Dieser beginnende Markt ist angesichts des fehlenden
Angebots durch besonders hohe Preise gekennzeichnet,
weshalb skrupellose Personen mit dem Einführen von
Drogen aus dem Ausland versuchen, gute Gewinne zu
erzielen, erläuterte er.
Ibáñez schloss aus, dass diese Personen eine
Beziehung zu etwaigen kriminellen Organisationen auf
der Insel hätten, wie diejenigen, die den
Rauschgifthandel in mehreren lateinamerikanischen
und karibischen Ländern bestimmen.
„In Kuba gibt es weder Drogenkartelle noch eine
Mafia; wir können nicht davon sprechen, weil sie
nicht existieren“, versicherte er.
Der hohe Offizier des Ministeriums des Innern wies
außerdem auf die hohen Strafen der kubanischen
Gesetzgebung für Rauschgiftdelikte hin.
„Hier bestrafen wir mit Strenge den
Rauschgifthandel, aber wenn es sich um Konsumenten
handelt, behandeln wir sie wie Patienten und Opfer
der Geißel und lenken unsere Anstrengungen auf deren
Wiedereingliederung in die Gesellschaft“, fügte er
hinzu. (PL)
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