Angesichts einer respektvollen Anfrage der
kolumbianischen Regierung erklärte Kuba, dass es im
Falle einer Einladung am so genannten Gipfel der
Amerikas teilnehmen würde, ausgehend von
seinen Positionen der Wahrheitsliebe und seiner
traditionellen Außenpolitik der Prinzipien. Dies
erklärte Außenminister Bruno Rodríguez Parrilla am
Mittwoch auf der 8. Versammlung des Politischen
Rates der ALBA, einer außerordentlichen Tagung, die
im Hotel Occidental Miramar der kubanischen
Hauptstadt stattfand.
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Moment, in dem der kubanische
Außenminister das Wort ergriff.
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Der Venezolaner Rodolfo Sanz wurde zum
Generalsekretär der ALBA ernannt. |
Der Außenminister erinnerte daran, dass dieses
Gipfeltreffen 1994 vom ehemaligen Präsidenten
Clinton als politische Plattform für die
wirtschaftliche Annexion Lateinamerikas und der
Karibik ins Leben gerufen wurde. „Es kann kein
Gipfel ganz Amerikas sein, solange Kuba
unbegründeterweise und ungerechterweise
ausgeschlossen wird", hob er hervor.
Dessen ungeachtet wiederholte er, dass Kuba „nicht
in die OAS zurückkehren wird und keinerlei Interesse
an Beziehungen zu dieser Organisation hat, die den
US-Interessen der Beherrschung, Besetzung und
Aggression gedient hat, um Lateinamerika und die
Karibik auszuplündern".
An dem Treffen nahmen die Außenminister und hohen
Vertreter der acht Länder des Regionalblocks teil:
Venezuela, Bolivien, Nicaragua, Ecuador, Dominica,
St. Vincent und die Grenadinen, Antigua und Barbuda
sowie Kuba, außerdem Vertreter aus St. Lucia und
Suriname als Sondergäste.
Auf der Sitzung wurde der Venezolaner Rodolfo
Sanz zum Generalsekretär der ALBA ernannt. Dies ist
Teil der Maßnahmen, die am 4. und 5. Februar in
Caracas getroffen wurden, um dem Block größere
politische Kapazität in der Erfüllung der Pläne und
Aufgaben zu verleihen.
Im Verlauf der Bolivarianischen Revolution hatte
der Jurist, Diplomat und Politiker folgende Ämter
inne: gewählter Abgeordneter für den Bundesstaat
Miranda im Jahr 1999, stellvertretender
Außenminister für Lateinamerika und die Karibik,
Minister für Grundstoffindustrie und Bergbau, sowie
Botschafter Venezuelas in Ecuador.
Die Leiter der anwesenden Delegationen betonten
die von der ALBA erreichte politische Reife in ihrem
Bestreben, einen Raum der Souveränität zu errichten,
und legten Aktionen für die kommenden Monate fest.
Sie vereinbarten, dass der Politische Rat das
nächste Mal am 2. und 3. März in Jacmel
zusammentritt, um ausgehend von den in Caracas unter
Teilnahme des Präsidenten Michelle Martelly
unterzeichneten Vereinbarungen zur Entwicklung eines
Mechanismus ALBA-Haiti beizutragen. Dies ist
Ausdruck der großen Verantwortung und der besonderen
Rolle Lateinamerikas und der Karibik in der
weltweiten Mobilisierung von Ressourcen für die
Entwicklung und den Wiederaufbau dieses
Bruderlandes.