Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

K U B A

Havanna, 16. Februar 2012

 

Universidad 2012
Forderung nach sofortiger Rückkehr der fünf kubanischen Helden
• Der brasilianische Theologe Frei Betto
hob die Bedeutung der Universität hervor

Olga Díaz Ruiz

Mit einem Aufruf, den internationalen Druck auf das Weiße Haus und den Präsidenten Barack Obama zu verstärken, um die sofortige Freilassung der fünf kubanischen Helden zu fordern, die in den Vereinigten Staaten zu Unrecht verurteilt wurden, schloss sich der brasilianische Intellektuelle Frei Betto dem Appell einer zahlreichen Gruppe von Teilnehmern am 8. Internationalen Kongress Universidad 2012 an, der bis zum Freitag im Kongresscenter von Havanna tagt.

Von eben diesem Panel aus kündigte Graciela Ramírez, Koordinatorin des Internationalen Komitees zur Befreiung der Fünf, neue Aktionen an, um gegen die Ungerechtigkeit zu kämpfen, die gegen Gerardo, Antonio, René, Ramón und Fernando verübt wurde. Sie hob hervor, dass diese Kampagne dringend auf alle Männer und Frauen ausgedehnt werden muss, insbesondere auf die Bürger der USA, um die mediatische Umzingelung um den manipulierten Prozess zu durchbrechen.

In diesem Rahmen wurde während des Events, an dem Familienmitglieder der Fünf teilnahmen, eine Botschaft Antonio Guerreros im Namen seiner Brüder verlesen, in der er für die enorme Solidarität dankt, von der sie begleitet werden. Er bekräftigt seinen Wunsch, weiterhin vereint für eine Welt des Friedens, der Brüderlichkeit und Gerechtigkeit zu kämpfen, darauf vertrauend, dass es keine Ruhe geben wird, bis dieser quälenden Haft ein Ende bereitet wird.

ÜBER DEN AKTIONSRADIUS DER UNIVERSITÄT

Vorher betonte der brasilianische Gelehrte Frei Betto die Bedeutung des Aktionsradius der Universität, die sich mehr den sozialen Prozessen und den Themen des Umweltschutzes nähern muss.

Ebenso stellte er fest, dass die Universität eine kritische und pluralistische Instanz darstellen muss, und fügte hinzu, dass der Neoliberalismus unser Verständnis als Bürger und unsere Identität als Völker und Nationen vollkommen zerschlagen hat, indem er auf Kosten der ethischen Werte und des Schutzes des Planeten den Konsumismus fördert.

Im Ergebnis dessen, sagte er, mangele es den jungen Generationen an Bewusstsein und historischer Verpflichtung.

In Kuba veränderte die Revolution die Natur der Macht und den Charakter der Gesellschaft. Sie brachte ein neues Konzept des Bürgers, das an die Gerechtigkeit appelliert, daran, die Schätze der Erde und die Früchte der menschlichen Arbeit zu teilen, aber im restlichen Lateinamerika sei dem nicht so, stellte er fest.

In diesem Sinne rief er unsere Länder dazu auf, am Gipfel der Völker für soziale und ökologische Gerechtigkeit zur Verteidigung der Gemeingüter teilzunehmen, der vom 20. bis 22. Juni in Río de Janeiro, Brasilien, stattfinden wird, damit die Stimme Lateinamerikas auf der ganzen Welt gehört werde.
 

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