Mit einem Aufruf, den internationalen Druck auf
das Weiße Haus und den Präsidenten Barack Obama zu
verstärken, um die sofortige Freilassung der fünf
kubanischen Helden zu fordern, die in den
Vereinigten Staaten zu Unrecht verurteilt wurden,
schloss sich der brasilianische Intellektuelle Frei
Betto dem Appell einer zahlreichen Gruppe von
Teilnehmern am 8. Internationalen Kongress
Universidad 2012 an, der bis zum Freitag im
Kongresscenter von Havanna tagt.
Von eben diesem Panel aus kündigte Graciela
Ramírez, Koordinatorin des Internationalen Komitees
zur Befreiung der Fünf, neue Aktionen an, um gegen
die Ungerechtigkeit zu kämpfen, die gegen Gerardo,
Antonio, René, Ramón und Fernando verübt wurde. Sie
hob hervor, dass diese Kampagne dringend auf alle
Männer und Frauen ausgedehnt werden muss,
insbesondere auf die Bürger der USA, um die
mediatische Umzingelung um den manipulierten Prozess
zu durchbrechen.
In diesem Rahmen wurde während des Events, an dem
Familienmitglieder der Fünf teilnahmen, eine
Botschaft Antonio Guerreros im Namen seiner Brüder
verlesen, in der er für die enorme Solidarität dankt,
von der sie begleitet werden. Er bekräftigt seinen
Wunsch, weiterhin vereint für eine Welt des Friedens,
der Brüderlichkeit und Gerechtigkeit zu kämpfen,
darauf vertrauend, dass es keine Ruhe geben wird,
bis dieser quälenden Haft ein Ende bereitet wird.
ÜBER DEN AKTIONSRADIUS DER UNIVERSITÄT
Vorher betonte der brasilianische Gelehrte Frei
Betto die Bedeutung des Aktionsradius der
Universität, die sich mehr den sozialen Prozessen
und den Themen des Umweltschutzes nähern muss.
Ebenso stellte er fest, dass die Universität eine
kritische und pluralistische Instanz darstellen muss,
und fügte hinzu, dass der Neoliberalismus unser
Verständnis als Bürger und unsere Identität als
Völker und Nationen vollkommen zerschlagen hat,
indem er auf Kosten der ethischen Werte und des
Schutzes des Planeten den Konsumismus fördert.
Im Ergebnis dessen, sagte er, mangele es den
jungen Generationen an Bewusstsein und historischer
Verpflichtung.
In Kuba veränderte die Revolution die Natur der
Macht und den Charakter der Gesellschaft. Sie
brachte ein neues Konzept des Bürgers, das an die
Gerechtigkeit appelliert, daran, die Schätze der
Erde und die Früchte der menschlichen Arbeit zu
teilen, aber im restlichen Lateinamerika sei dem
nicht so, stellte er fest.
In diesem Sinne rief er unsere Länder dazu auf,
am Gipfel der Völker für soziale und ökologische
Gerechtigkeit zur Verteidigung der Gemeingüter
teilzunehmen, der vom 20. bis 22. Juni in Río de
Janeiro, Brasilien, stattfinden wird, damit die
Stimme Lateinamerikas auf der ganzen Welt gehört
werde.