Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 10. Februar 2011

 

Die, die heute Posada schützen,
sind die gleichen, die gegen Kennedy konspirierten

Jean-Guy Allard

"ES ist die gleiche Bande", antwortet Divisionsgeneral (a.D.) Fabián Escalante Font, der über Jahre der Chef des kubanischen Geheimdienstes war, als er gefragt wurde, ob diejenigen, die heute in Miami den Terroristen Luis Posada Carriles schützen, zur gleichen kubanisch-US-amerikanischen Mafia-familie gehören, wie die, die in den 60er Jahren konspirierte, um Kennedy zu ermorden.

Seit Jahren untersucht er jeden Aspekt des Mordes an dem US-Präsidenten. Für ihn gehörten mehrere der Gestalten, die heute weiter mit dem Terrormechanismus in Verbindung stehen, der Posada unterstützt, bereits zu den Mitgliedern der von der CIA parallel zur niedergeschlagenen Invasion in Playa Girón organisierten "Operation 40", die die Führungskräfte der kubanischen Revolution beseitigen und ihre Anhänger unterdrücken sollte.

Und gerade unter diesen Meuchelmördern der CIA tauchen mehrere Individuen auf, die mit dem Mord von John Fitzgerald Kennedy in Dallas in Verbindung stehen.

"Dies ist die Quelle aller Terroristen", äußert Escalante zu dieser von der CIA gegründeten Organisation, die weiter aktiv ist. Sie hat Räumlichkeiten im Zentrum von Miami und genießt das Wohlwollen und den Schutz des FBI und der Bundesstaatsanwälte.

AN DER SEITE DER INVASOREN: EIN TODESSCHWADRON

Escalante erinnert daran, dass unter den Individuen, die in Miami von Joaquín Sanjenis, dem Ex-Polizeichef unter der Präsidentschaft von Carlos Prío, ausgewählt wurden, verschiedene Individuen waren, die noch am Leben und in den Terroristenkreisen in Florida aktiv sind.

"Als begonnen wurde, die Expedition von Playa Girón vorzubereiten, ich glaube, es war Ende 1960, wurde die "Operation 40" geschaffen. Es war ein Polizeiapparat des Geheim- und Spionagedienstes der Söldner, der Brigade der Invasoren. Sanjenis begann, Ex-Polizisten, Ex-Unterdrücker, Leute, die eng mit dem Terrorismus verbunden waren, der in den 50er Jahren in Kuba mit der Repression und den Morden üblich war, anzuheuern.

Die Mission von "Operation 40" bestand darin, den Invasoren zu folgen, dann sollten sie in dem Maße, wie sie die Ortschaften erobern würden, Archive beschlagnahmen und Führungskräfte ermorden.

Nach der Niederlage von Playa Girón — der so genannten Schweinebucht — wurde die "Operation 40" in Miami zuerst zu einem Sicherheitsapparat der kubanisch-US-amerikanischen Mafia, "bis diese Leute begannen, im Zusammenhang mit der "Operation Mangosta" wirtschaftliche Macht zu bekommen.

Sie bekommen viel Geld, die Millionen Dollar, die sie in den CIA-Stützpunkt, genannt JM/WAVE, investierten. Schon 1963 beginnen sich diese Leute zu transformieren, gleichzeitig mit den Elementen der kubanisch-US-amerikanischen Mafia. Sie beginnen mit den Versuchen, Lobby zu machen, zu versuchen, eine gegen Kuba gerichtete Politik aufzuerlegen."

Escalante erinnert daran, dass Ende der 60er Jahre all diese Flugzeuge, die Waffen, Ausstattung und Lebensmittel zu den Söldnern nach Guatemala und später über Puerto Cabezas nach Nicaragua brachten, in die Vereinigten Staaten zurückkehrten.

SIE GEBEN LEE HARVEY OSWALD DECKUNG

So geschah es, dass im April 63, als Lee Harvey Oswald — der angebliche Mörder von Kennedy — in New Orleans erscheint, er, "um sich ein Alibi als Sympatisant der Revolution zu verscaffen, ein Komitee der Unterstützung für Kuba bildet — dessen einziges Mitglied er war —, im gleichen Büro, wo der Consejo Revolucionario Cubano (Kubanischer Revolutionärer Rat) seinen Sitz hatte, was die dortige Organisation der Konterrevolution der CIA war. Dort befand sich auch eine vom FBI gegründete faschistische Organisation, die Cuba Democrática (Demokratisches Kuba) hieß".

In New Orleans war das Einzige, was Oswald tat, als Sympathisant der Konterrevolution zu handeln und dann als Sympathisant der revolutionären Regierung", bemerkt der Autor zahlreicher Bücher über dieses Thema.

Außer Posada, zeigen sich heute in Miami Félix Rodríguez Mendigutía, einer der Mörder von Che; Antonio Veciana, Gründer von Alpha 66; Orlando Bosch, Komplize von Posada bei der Zerstörung eines kubanischen Zivilflugzeuges; Guillermo Novo Sampoll, in Verbindung stehend mit der Ermordung des ehemaligen chilenischen Ministers Letelier; Virgilio Paz Romero und José Dionisio Suárez, die Ausführenden des Verbrechens; Gaspar "Gasparito" Jiménez Escobedo, Mörder von Artagnan Díaz Díaz; Pedro Remón Rodríguez, Mörder von Félix García Rodríguez und Eulalio Negrín, in New York; José Basulto und andere mehr.

Alpha 66 ist Teil dessen, was die CIA die autonomen Operationen nannte, die schon ab den 60er Jahren Ursprung einer langen Liste von Terrorakten waren.

IN VENEZUELA WAR POSADA IMMER BEI DER CIA UND DER DISIP

In Venezuela stand Posada immer mit der Geheimpolizei sowie mit der CIA in Verbindung, stellt Escalante klar.

Dann, als angeblich der revolutionäre Widerstand beendet war, Mitte der 70er Jahre, ist es ihm über, Unterdrücker zu sein, denn er widmet sich schon den Geschäften, und er gründet eine private, paramilitärische Polizeiorganisation, die alles mögliche macht.

Und es war Joaquin Chaffardet, heute in den Vereinigten Staaten ansässig, der Posada vor den US-Einwanderungsgerichten rettete. Als Orlando Bosch ankam, gab er ihm Unterstützung, aber der, der dort ansässig war, war Posada Carriles. Er hatte Kontakt mit Carlos Andrés Pérez. Er ist es, der den Chef von dessen Begleitschutz, Orlando García, kannte.

Sehen Sie, dieser Orlando García gehörte zur Gruppe von Sanjenis, von der Polizei in Kuba... alles Leute von der Gangstertruppe der 40er Jahre ...

Unter diesen Gestalten waren so wichtige wie Rafael "Chi Chi" Quintero, der dem Nationalen Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten angehörte ..." und der es war, der sagte, dass, wenn die ganze Wahrheit über den Tod von Kennedy bekannt werden würde, die Vereinigten Staaten den größten Skandal ihrer Geschichte kennen lernen würden".

Für Escalante sind die Gestalten, die heute Luís Posada Carriles in Miami umgeben und ihm logistische und finanzielle Unterstützung geben, von der gleichen "Truppe" wie der, die in den 60er Jahren konspirierte, um JFK zu ermorden.

"Es sind die gleichen Leute", bemerkt er. "Die gleichen, die beim Staatsstreich gegen Salvador Allende nach Chile gingen und sich Augusto Pinochet als Metzger der Operation anboten ... die Orlando Bosch, Dionisio Suárez, Aylwin Ross, die Brüder Novo Sampoll, diese ganze Truppe, die der "Operation 40" angehörte".

"Es sind die gleichen... du nimmst sie und triffst genauso auf einen Félix Rodríguez Mendigutía, den Mörder des Comandante Ernesto Che Guevara, wie auf Luís Posada Carriles oder auf José Dionisio Suárez, einen der Mörder von Letelier... alles, was sie den Krieg auf den Wegen der Welt nennen."
 

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