Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 4. August 2011

 

„Die verbotenen Helden", Seiten für die Gerechtigkeit

Madeleine Sautié Rodríguez

„DIE verbotenen Helden" ist ein Buch, das 16 Artikel umfasst, die die Unterschrift des Parlamentspräsidenten Ricardo Alarcón de Quesada tragen und in der Zeitschrift CounterPunch veröffentlicht wurden. Im Beisein von Familienangehörigen der fünf Antiterroristen, die in Gefängnissen des Imperiums gefangen sind, und einer Gruppe von Intellektuellen und weiterem Publikum wurde es am 13. Juli im Salon Villena der UNEAC vorgestellt.

Das inhaltsreiche Werk, das damals in jener ausländischen Publikation in der Reihe The Untold Story of the Cuban Five (Die nicht erzählte Geschichte der Fünf Kubaner) erschien, liegt nun unter dem Siegel der Kollektion Sur gedruckt vor, die vom Internationalen Festival der Poesie von Havanna gefördert wurde. In diesen Texten prangert Politbüromitglied Alarcón mit soliden Argumenten die Regierung der Vereinigten Staaten an, die die Hauptverantwortung dieser Ungerechtigkeit trägt, nicht nur, weil sie versucht, sie zu verschweigen, sondern weil sie den Terrorismus gegen Kuba fördert und diejenigen beschützt, die ihn ausführen.

Unter der Überschrift Rückkehr zu einer nicht erzählten Geschichte erläutert der Präsident des kubanischen Parlaments die Gründe, die ihn dazu veranlassten, die Artikel zu schreiben: „Sie versuchen nicht, mit technisch–juristischer Genauigkeit einen verwickelten Gerichtsprozess tiefgründig zu analysieren, der vollkommen willkürlich geführt wurde und der längste der Geschichte der USA war. Es handelt sich eher um das, was einige als Journalismus der dringend notwendigen Aktion bezeichnet haben".

„Die vollkommene Unschuld unserer Kameraden ist in offiziellen Dokumenten der Regierung und der Gerichte der USA konstatiert worden", sagte er und fügte hinzu, dass das Imperium jedoch anwies, diese Beweise zu begraben. Es übt eine totale Zensur über den Fall aus. Die großen Mediengesellschaften ignorieren ihn ständig, systematisch und ausnahmslos.

Sich auf das Dokument Notstandsgesuch der US-Generalstaatsanwaltschaft vom 30. Mai 2001 beziehend, „als sich die Verhandlung von Miami dem Moment des Urteilsspruchs näherte", brachte er zum Ausdruck, dass „diese ausdrückliche und feierliche Anerkennung des Misslingens der verleumderischen Anschuldigung bereits seit mehr als zehn Jahren der totalen Geheimhaltung unterliegt".

Er prangerte an, dass sich „Washington sträubt, das gesamte Ausmaß dieser Konspiration aufzudecken und dass es dies dank der Komplizenschaft oder der Schwerfälligkeit anderer ‘Informanten’ tun kann".

Die Medien, stellte er fest, „sind riesige Gesellschaften, die bestimmen, was die Menschen erfahren dürfen. Sie manipulieren ihre Fähigkeit zu denken und zu fühlen, stumpfen sie ab und fördern die Banalität, den Egoismus und die Isolierung unter den Menschen. Sie sind es, die die Nachrichten verbreiten oder sie verschwinden lassen. Es handelt sich um eine wahre globale Diktatur, die auf allen Gebieten oftmals unbemerkt eindringt."

Er bezog sich in seinen Ausführungen auf die Verantwortung der Intellektuellen und Journalisten:

„Nur indem wir den Netzen der Medientyrannei entrinnen und Information außerhalb des uns aufgezwungenen „Informations"- Menüs suchen, werden wir Zugang zur Wahrheit finden und die Eigenschaft des Revolutionärs erwerben, die darin besteht, denkende, und nicht gelenkte Wesen zu sein‘, um die Definition von Julio Antonio Mella zu benutzen. Nur wenn wir außerdem fähig sind, anderen dabei zu helfen, sich von dem neuen Joch loszulösen, es schaffen, uns zu vereinen und so viele verstreute Anstrengungen in Worte zu fassen, würden wir unsere Pflicht gegenüber unseren Fünf Brüdern erfüllen. Ich weiß, dass es schwierig ist, aber es lohnt sich. Schließlich setzten sie ihr Leben für uns ein."
 

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