„Die verbotenen
Helden", Seiten für die Gerechtigkeit
Madeleine Sautié
Rodríguez
„DIE verbotenen Helden" ist ein Buch, das 16
Artikel umfasst, die die Unterschrift des
Parlamentspräsidenten Ricardo Alarcón de Quesada
tragen und in der Zeitschrift CounterPunch
veröffentlicht wurden. Im Beisein von
Familienangehörigen der fünf Antiterroristen, die in
Gefängnissen des Imperiums gefangen sind, und einer
Gruppe von Intellektuellen und weiterem Publikum
wurde es am 13. Juli im Salon Villena der UNEAC
vorgestellt.
Das inhaltsreiche Werk, das damals in jener
ausländischen Publikation in der Reihe The Untold
Story of the Cuban Five (Die nicht erzählte
Geschichte der Fünf Kubaner) erschien, liegt nun
unter dem Siegel der Kollektion Sur gedruckt vor,
die vom Internationalen Festival der Poesie von
Havanna gefördert wurde. In diesen Texten prangert
Politbüromitglied Alarcón mit soliden Argumenten die
Regierung der Vereinigten Staaten an, die die
Hauptverantwortung dieser Ungerechtigkeit trägt,
nicht nur, weil sie versucht, sie zu verschweigen,
sondern weil sie den Terrorismus gegen Kuba fördert
und diejenigen beschützt, die ihn ausführen.
Unter der Überschrift Rückkehr zu einer nicht
erzählten Geschichte erläutert der Präsident des
kubanischen Parlaments die Gründe, die ihn dazu
veranlassten, die Artikel zu schreiben: „Sie
versuchen nicht, mit technisch–juristischer
Genauigkeit einen verwickelten Gerichtsprozess
tiefgründig zu analysieren, der vollkommen
willkürlich geführt wurde und der längste der
Geschichte der USA war. Es handelt sich eher um das,
was einige als Journalismus der dringend notwendigen
Aktion bezeichnet haben".
„Die vollkommene Unschuld unserer Kameraden ist
in offiziellen Dokumenten der Regierung und der
Gerichte der USA konstatiert worden", sagte er und
fügte hinzu, dass das Imperium jedoch anwies, diese
Beweise zu begraben. Es übt eine totale Zensur über
den Fall aus. Die großen Mediengesellschaften
ignorieren ihn ständig, systematisch und ausnahmslos.
Sich auf das Dokument Notstandsgesuch der US-Generalstaatsanwaltschaft
vom 30. Mai 2001 beziehend, „als sich die
Verhandlung von Miami dem Moment des Urteilsspruchs
näherte", brachte er zum Ausdruck, dass „diese
ausdrückliche und feierliche Anerkennung des
Misslingens der verleumderischen Anschuldigung
bereits seit mehr als zehn Jahren der totalen
Geheimhaltung unterliegt".
Er prangerte an, dass sich „Washington sträubt,
das gesamte Ausmaß dieser Konspiration aufzudecken
und dass es dies dank der Komplizenschaft oder der
Schwerfälligkeit anderer ‘Informanten’ tun kann".
Die Medien, stellte er fest, „sind riesige
Gesellschaften, die bestimmen, was die Menschen
erfahren dürfen. Sie manipulieren ihre Fähigkeit zu
denken und zu fühlen, stumpfen sie ab und fördern
die Banalität, den Egoismus und die Isolierung unter
den Menschen. Sie sind es, die die Nachrichten
verbreiten oder sie verschwinden lassen. Es handelt
sich um eine wahre globale Diktatur, die auf allen
Gebieten oftmals unbemerkt eindringt."
Er bezog sich in seinen Ausführungen auf die
Verantwortung der Intellektuellen und Journalisten:
„Nur indem wir den Netzen der Medientyrannei
entrinnen und Information außerhalb des uns
aufgezwungenen „Informations"- Menüs suchen, werden
wir Zugang zur Wahrheit finden und die Eigenschaft
des Revolutionärs erwerben, die darin besteht,
denkende, und nicht gelenkte Wesen zu sein‘, um die
Definition von Julio Antonio Mella zu benutzen. Nur
wenn wir außerdem fähig sind, anderen dabei zu
helfen, sich von dem neuen Joch loszulösen, es
schaffen, uns zu vereinen und so viele verstreute
Anstrengungen in Worte zu fassen, würden wir unsere
Pflicht gegenüber unseren Fünf Brüdern erfüllen. Ich
weiß, dass es schwierig ist, aber es lohnt sich.
Schließlich setzten sie ihr Leben für uns ein."