Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 24. Januar 2012

 

Die Mutter von Orlando Zapata verdient sich in Miami ihren Unterhalt als Putzfrau

Luis Posada Carriles, Reina Luisa TamayoMIAMI, 24. Januar. — La Pupila Insomne veröffentlichte gestern einen Artikel von Miguel Fernández, einem in Miami ansässigen Journalisten, in dem er auf das Auftreten von Reina Luisa Tamayo vor der Kamera und den Mikrophonen der Fernsehsendung "A Fondo con Sevcec" eines lokalen Senders eingeht. Sie ist die Mutter des im Februar 2010 nach einem Hungerstreik verstorbenen Gefangenen Orlando Zapata Tamayo, um dessen Rettung sich die kubanischen Ärzte mit allen Mitteln bemüht hatten. Frau Tamayo äußerte, „sich verraten und betrogen zu fühlen und enttäuscht zu sein" von allen, die sie mit Versprechungen überschüttet hatten.

„Die uns Hilfe versprachen, haben uns verraten", gestand die Frau auf eine Frage des Moderators des Programms und erzählte von den Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen habe, um sieben Monate nach ihrer Ankunft in Miami zu überleben.

Die Mutter von Zapata traf am 9. Juni vergangenen Jahres in den Vereinigten Staaten ein. Sie führte die Asche ihres Sohnes mit sich. Unter Jubel und Umarmungen empfingen sie dieselben, die Zapata in den Selbstmord getrieben hatten, auf dem Flughafen. Politiker, Lobbyisten und auch der eine oder andere Terrorist versammelten sich auf dem Miami International Airport, um sie mit vielen Versprechen willkommen zu heißen.

Frau Tamayo, behängt mit ihren üblichen Yoruba-Ketten, sagte jetzt, dass sie mit einer Mischung aus Wut und Traurigkeit einen Moment der Verzweiflung durchlebe, und äußerte: „Der Geist meines Sohnes wird an dem, was seine Mutter durchmacht, leiden."

Die Mutter von Zapata Tamayo erklärte den Zuschauern Miamis, dass sie von ihren Schutzherren betrogen wurde, und sagte, sie fühle sich von denen manipuliert, die versprochen hatten, ihr zu helfen. Sie erzählte außerdem, wie sie sich ihren Unterhalt verdient, als Dienstmädchen, Putzfrau, mit der Pflege älterer Menschen und, gemeinsam mit ihrem Mann, mit Gärtnerarbeiten.

„Wir wohnen zu neunt in einer Wohnung, aber das Geld reicht nicht, um die Miete von monatlich 2.300 Dollar und die anderen Rechnungen (Wasser, Strom, Telefon, Lebensmittel u.a.) zu zahlen", sagte sie mit Schmerz und sprach von ihren Bemühungen, zu erreichen, dass die kubanische Exilgemeinschaft ihr eine wirtschaftliche Hilfe gäbe.

Reina Luisa war mit zwölf Familienmitgliedern nach Miami ausgereist. Während der von Miami inszenierten Verleumdungskampagne gegen Kuba nach dem Tod von Zapata Tamayo hatten „Exilgruppen" und „Flüchtlingsorganisationen" angeboten, der Familie Tamayo Hilfe zu leisten. (Entnommen aus Cubadebate)
 

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