Politische Gefangene des Imperiums MIAMI 5       

     

I N T E R N A T I O N A L E S

Havanna, 15. Februar 2012

 

Ros-Lehtinen gibt Konsuln eine Lehrstunde von Hass auf Venezuela und Kuba

JEAN-GUY ALLARD

Lateinamerika müsse gleichzeitig „gegen die Drogenguerilleros und die Drogenschmuggler und auch gegen die islamischen Extremisten“ kämpfen, sagte die republikanische Kongressabgeordnete  Ileana Ros-Lehtinen zu den Konsuln mehrerer Länder Lateinamerikas und der Karibik auf einer Versammlung über ein neues Steuergesetz der USA.  

„Hugo Chávez ist der Wohlstand der Venezolaner egal, ihm ist nur wichtig, an der Macht zu sein“, behauptete die ultrarechte Präsidentin des Ausschusses für Auswärtige Beziehungen des Repräsentantenhauses, die für ihre herzlichen Beziehungen zu den Terroristenkreisen der kubanisch-US-amerikanischen Mafia bekannt ist.

Die Kongressabgeordnete beharrte darauf zu versichern, dass die Vereinigten Staaten, das Land, das Libyen zerstörte und Syrien und den Iran bedroht, „ein friedliches Land ist, das die Gesetze der Länder respektieren will, um die Demokratie und die Menschenrechte zu fördern“.

Die 59-Jährige war seinerzeit nach Honduras gereist, um  den Diktator Roberto Micheletti öffentlich zu unterstützen, während die Polizei auf den Straßen von Tegucigalpa Demonstranten ermordete. Sie ist inbrünstige Predigerin einer Form von Demokratie, die Staatsstreiche und Morde einschließt.

Ros-Lehtinen kritisierte die Schließung des venezolanischen Konsulats in Miami, nachdem das US-State Department  die Konsulin Livia Acosta Noguera zur persona non grata erklärt und ausgewiesen hatte.

Die Kongressabgeordnete war es, die zusammen mit den ehemaligen Beamten Roger Noriega und Otto Reich und dem Sender Univision eine Propagandakampagne ausgelöst hatte, die zu dieser Maßnahme führte.

„Es gibt viele Bedrohungen in Lateinamerika und uns, in den Vereinigten Staaten, kommt eine wichtige Rolle zu, bessere Beziehungen zu diesen Ländern herzustellen“, sagte sie.

Ros-Lehtinen hatte vor einigen Jahren im britischen Fernsehen gestanden, den Mord an dem kubanischen Revolutionsführer Fidel Castro zu befürworten. Als rechte Hand im Kongress dient ihr jetzt Connie Mack, ein intrigierender Politiker, der sich in Washington für die Beseitigung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez aussprach.

Die USA brauchten „gute Verbündete“ in Lateinamerika, obwohl es Länder wie „Venezuela oder Kuba“ gebe, „Orte, die nicht Demokratie, Freiheit und Menschenrechte befürwortend“ seien, behauptete die Abgeordnete, die sogar in eigenen Reihen als Hexe des Kapitols  bezeichnet wird.

Vor der Ankunft von Ros-Lehtinen  hatten die Konsuln ein neues US-Gesetz analysiert, das von den ausländischen Banken die Lieferung von Information über ihre Bürger fordert, „um Steuerflucht zu verhindern“.
 

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