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Ros-Lehtinen gibt Konsuln eine
Lehrstunde von Hass auf Venezuela und Kuba
JEAN-GUY ALLARD
Lateinamerika müsse gleichzeitig „gegen die
Drogenguerilleros und die Drogenschmuggler und auch
gegen die islamischen Extremisten“ kämpfen, sagte
die republikanische Kongressabgeordnete Ileana
Ros-Lehtinen zu den Konsuln mehrerer Länder
Lateinamerikas und der Karibik auf einer Versammlung
über ein neues Steuergesetz der USA.
„Hugo Chávez ist der Wohlstand der Venezolaner egal,
ihm ist nur wichtig, an der Macht zu sein“,
behauptete die ultrarechte Präsidentin des
Ausschusses für Auswärtige Beziehungen des
Repräsentantenhauses, die für ihre herzlichen
Beziehungen zu den Terroristenkreisen der
kubanisch-US-amerikanischen Mafia bekannt ist.
Die Kongressabgeordnete beharrte darauf zu
versichern, dass die Vereinigten Staaten, das Land,
das Libyen zerstörte und Syrien und den Iran
bedroht, „ein friedliches Land ist, das die Gesetze
der Länder respektieren will, um die Demokratie und
die Menschenrechte zu fördern“.
Die 59-Jährige war seinerzeit nach Honduras gereist,
um den Diktator Roberto Micheletti öffentlich zu
unterstützen, während die Polizei auf den Straßen
von Tegucigalpa Demonstranten ermordete. Sie ist
inbrünstige Predigerin einer Form von Demokratie,
die Staatsstreiche und Morde einschließt.
Ros-Lehtinen kritisierte die Schließung des
venezolanischen Konsulats in Miami, nachdem das
US-State Department die Konsulin Livia Acosta
Noguera zur persona non grata erklärt und
ausgewiesen hatte.
Die Kongressabgeordnete war es, die zusammen mit den
ehemaligen Beamten Roger Noriega und Otto Reich und
dem Sender Univision eine Propagandakampagne
ausgelöst hatte, die zu dieser Maßnahme führte.
„Es gibt viele Bedrohungen in Lateinamerika und uns,
in den Vereinigten Staaten, kommt eine wichtige
Rolle zu, bessere Beziehungen zu diesen Ländern
herzustellen“, sagte sie.
Ros-Lehtinen hatte vor einigen Jahren im britischen
Fernsehen gestanden, den Mord an dem kubanischen
Revolutionsführer Fidel Castro zu befürworten. Als
rechte Hand im Kongress dient ihr jetzt Connie Mack,
ein intrigierender Politiker, der sich in Washington
für die Beseitigung des venezolanischen Präsidenten
Hugo Chávez aussprach.
Die USA brauchten „gute Verbündete“ in
Lateinamerika, obwohl es Länder wie „Venezuela oder
Kuba“ gebe, „Orte, die nicht Demokratie, Freiheit
und Menschenrechte befürwortend“ seien, behauptete
die Abgeordnete, die sogar in eigenen Reihen als
Hexe des Kapitols bezeichnet wird.
Vor der Ankunft von Ros-Lehtinen hatten die Konsuln
ein neues US-Gesetz analysiert, das von den
ausländischen Banken die Lieferung von Information
über ihre Bürger fordert, „um Steuerflucht zu
verhindern“.
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